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Kiez-Treff

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  • StoP wants equality in society.

  • StoP informs and brings the topic into the public space.

  • StoP creates networks in the neighborhood.

  • StoP begins when you and your neighbors work togetherto become active.

  • StoP offers rooms for workshops and meetings.

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Handarbeit ist politisch. Warum? Good to know...

Handarbeit als politische Botschaft

Handarbeit ist seit Jahrhunderten mehr als nur dekoratives oder häusliches Arbeiten – sie ist Teil einer feministischen Tradition.

Tätigkeiten wie Sticken, Häkeln und Stricken wurden historisch Frauen zugeschrieben und oft als „unsichtbare“ oder weniger wertvolle Arbeit abgetan. Gerade deshalb wurde Handarbeit zu einem Ausdruck von Selbstbestimmung, Gemeinschaft und Widerstand.

Indem Frauen textile Techniken nutzten, schufen sie Räume für Austausch, Bildung und politische Botschaften. Heute bedeutet Handarbeit auch Aktivismus: Unter dem Begriff Craftivism werden mit gestickten Slogans, gehäkelten Protestsymbolen oder gestrickten Aktionen gesellschaftliche Missstände sichtbar gemacht und politische Forderungen kreativ in den öffentlichen Raum getragen.

Diese Tradition des Widerstands findet sich in vielen Ländern: etwa in Chile und Argentinien mit den Arpilleras, bestickten Textilbildern als Protest gegen Gewalt und Diktatur, in den USA mit den gestrickten „Pussyhats“ der Frauenbewegung oder in Großbritannien, wo Craftivism gezielt für soziale und feministische Anliegen eingesetzt wird. Handarbeit verbindet dabei Erinnerung, Protest und Solidarität über Grenzen hinweg.

Handarbeit als "safe space" / sicherer Rückzugsort

Handarbeit war für viele Frauen historisch ein Rückzugsort und geschützter sozialer Raum, weil Frauen in vielen Gesellschaften vom öffentlichen politischen und intellektuellen Leben ausgeschlossen waren. Während Männer Zugang zu Vereinen, Universitäten, Politik oder Wirtshäusern hatten, entstanden in Nähkreisen, Strickrunden oder Stickgemeinschaften eigene Räume, in denen Frauen unter sich sprechen, Erfahrungen teilen und Beziehungen aufbauen konnten.

Diese Räume waren „sicher“, weil die Tätigkeit nach außen hin als harmlos und privat galt. Gerade dadurch konnten Frauen dort Themen besprechen, für die sonst kaum Platz war: Ehe, Gewalt, Mutterschaft, ökonomische Sorgen, Sexualität, gesellschaftliche Ungleichheit oder politische Ereignisse. Das gemeinsame Arbeiten mit den Händen schuf außerdem eine ruhige, vertraute Atmosphäre, die Gespräche erleichterte. Historisch waren Näh- und Strickkreise oft nicht nur gesellige Treffen, sondern auch Orte, an denen Solidarität und sogar politisches Handeln organisiert wurden. In den USA etwa verbanden sich im 19. Jahrhundert Nähzirkel mit abolitionistischen und sozialen Reformbewegungen.

Besonders wichtig ist auch der Aspekt der sisterhood / Sororität: Durch das gemeinsame Handarbeiten entstand ein Gefühl von Verbundenheit. Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben, Frauen unterstützten sich emotional und praktisch — etwa bei Kinderbetreuung, Kleidung, finanzieller Hilfe oder in Krisenzeiten. Diese Form gegenseitiger Fürsorge ist ein zentraler Bestandteil feministischer Solidarität.

Man könnte also sagen:
Handarbeit war nicht nur Beschäftigung, sondern ein sozialer Schutzraum, in dem Frauen Stimme, Gemeinschaft und Widerstand entwickeln konnten.

nachlesen und informieren...

"Violence against women raises the question less about the quality of a relationship than about the quality of a community."
(Carol Hagemann-White).

Logo von StoP Neukölln

StoP Neukölln
is a project by
Neighborhood Center Neukölln eV

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To find help:

Intimate partner violence is widespread and occurs everywhere and in all social classes.

Women* and FLINTA are particularly affected by this violence.


StoP “Neighbourhoods without partner violence” is a community work project:
Here, the neighborhood can network and work together to improve conditions in the neighborhood. Through civil courage and joint actions, neighbors can take a stand against partner violence.

StoP Neukölln is in the Körnerkiez.

Link to the flyer.

In Berlin, StoP also exists in Kreuzberg and Spandau . There are also many projects in other German cities.

In Austria there are even over 30 StoP projects.

The concept was developed by Prof. Dr. Sabine Stövesand from the HAW Hamburg.

Link to the nationwide StoP page.


Violence is not a private matter,
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        116 016


What the asterisk after women* means: We want to show that there are many genders that are affected by partner violence. We hope that all people who are affected by partner violence because of our male-dominated society feel addressed.

What cis means: When a person identifies with the biologically assigned gender and feels comfortable with it.

What FLINTA means: FLINTA describes six identities: women, lesbians, intersex, non-binary, trans and agender people.

What neighbors means: We want to address all people in the neighborhood, regardless of gender.

Why partner violence : Partner violence is a long word, which we have deliberately separated for easier reading. This way we try to exclude fewer people.

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